Weihnachten und Corona in Indien

Hallo, liebe Freunde, 

bei für uns hochsommerlichen Temperaturen wurde in unseren Schulen und Behinderteneinrichtungen in Indien Weihnachten gefeiert. Und wie bei uns gab es auch dort Geschenke für die Kinder und die erwachsenen Betreuer und Lehrer.

Coronabedingt mussten wir Ende März 2020 leider alle unsere Schulen schließen und die Kinder nach Hause entlassen, obwohl sie bei uns sicherer gewesen wären. Zuhause haben die Kinder keinerlei Förderung bekommen, es gibt keinen Unterricht über das Internet und die ihre Eltern sind meist Analphabeten. Unser Zentrum für geistig Behinderte in Gopavaram war davon ausgenommen.

Es gibt in Indien bereits über 9 Millionen Coronainfizierte und viele Infizierte sterben. Das indische Gesundheitssystem hat der Pandemie wenig entgegenzusetzen. Was bei uns gilt "Abstand halten und häufig Hände waschen", liegt in den beengten Wohnverhältnissen in den Hütten nicht drin und der Brunnen ist oft weit weg.

Nun dürfen die Schulen mit dem Unterricht vorerst nur mit den Oberklassen beginnen. Auch unsere Krankenschwesternschule in Polur durfte den Unterricht wieder aufnehmen.

Die Fotos zeigen das Weihnachtsessen in Navajeevan, der Gehörlosenschule und das Verteilen der Geschenke an die Mitarbeiter*innen.

Pfarrer Marreddy, die Ordenschwestern in unseren Einrichtungen, die Lehrer, Erzieher, Sudenten und unsere Kinder bedanken sich für Ihre Hilfe und wir alle wünschen Ihnen Gottes Segen für das Neue Jahr. Bleiben Sie uns verbunden.

Friedrich (Fritz) Hägele

Nachtrag: Leider können wir im Augenblick keine Patenschaften vermitteln. Die unteren Klassen dürfen erst nach einiger Zeit wieder zurück zu uns. Und aus dieser Gruppe suchen wir immer die Patenkinder aus. Deshalb bitten wir um etwas Geduld.